Gesunder Alltag

Unsere Gewohnheiten wirken sich auf das Wohlbefinden aus.
Wohlbefinden ist keine Diät, keine Kur, sondern eine Lebensweise.
Tatsache ist, dass eine gesunde Lebensweise, die unter anderem nachfolgende Punkte berücksichtigt, die Lebenserwartung laut statistischer Ergebnisse um circa 15 Jahre steigern kann [Lit15]:
- Nichtrauchen
- moderate körperliche Bewegung
- Mässigung bei Alkoholkonsum
- gesunde Ernährung
Ein gesunder Alltag - und das ist nicht weniger wichtig, als eine längere Lebenserwartung - hilft täglich das Leben zu geniessen.
Gesunde Ernährung
Unserer Meinung nach können die Empfehlungen der Bücher und Studien (Stand 2012) wie folgt zusammengefasst werden.
Empfohlen
- Frische, saisonale Lebensmittel. Am besten in Bio-Qualität, ohne Kunstdünger- und ohne Pestizidrückstände
- einen Anteil von 80 Prozent basischen Lebensmitteln. Dazu zählen vor allem Gemüse und Obst. Die "5 am Tag" Regel ist unbestritten, wobei mehr Gemüse als Obst häufiger empfohlen wird [Lit15], z.B. 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst am Tag (eine Erwachsenen Portion entspricht ungefähr 120 gr). Natürliche Gemüse- und Fruchtsäfte sind ein einfacher Weg dazu.
- Eine Rohkost-Komponente in jeder Mahlzeit. Die so zugeführten Enzyme helfen bei der Verdauung
- Nutzung der faszinierenden Aspekte der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe mit ihren antioxidativen und antiinflammatorischen Wirkunden. Unter sekundären Pflanzeninhaltsstoffen versteht man Mikronährstoffe, welche zum grössten Teil hitzebeständig sind. Zum Beispiel ist bekannt, dass das Polyphenol im Olivenöl 50x stärker in seiner antioxidativen Wirkung ist als Vitamin C [Lit3]. Die Isaflavone der Sojabohne, Lycopin der Tomate oder Resveratrol der Traubenkerne sind weitere Beispiele.
Vermeiden
- Lebensmittel mit einer hohen glykämischen Last. Also Lebensmittel, welche eine starke Insulinausschüttung provozieren. Dazu zählen Zucker und zu viele Kohlenhydrate durch stärkehaltige Produkte (diese werden zu "Zucker" verdaut).
- Industriell verarbeitete Produkte, wie weisser Zucker (besser Agavensaft), weisses Brot (besser Vollkorn) usw.
- Lebensmittel mit künstlichen Zusatzstoffen, wie Geschmacksverstärker (Glutamat, Hefeextrakt usw.), welche auch Allergien auslösen können.
- Künstlich gehärtete Fette. Produkte wo "gehärtet" oder "teilgehärtet" drauf steht, sollten ganz vermieden werden.
Kohlenhydrate vermehrt in der Kritik
Neue Erkenntnisse zielen vor allem auf auf eine verminderte Kohlenhydratzufuhr.
Während die gängigen DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) Empfehlungen noch von 50-60 Prozent Kohlenhydrat-Anteil in der Ernährung ausgehen, werden heute deutlich kleinere Mengen empfohlen.
Das BAG (Bundesamt für Gesundheit) hat schon Ende 2009 einen Bericht über die Kohlenhydrate veröffentlicht, der diese These vollumfänglich unterstützt.
"Erfahrungen aus der Sporternährung legen zudem den Schluss nahe, dass Kohlenhydrate ihr "ungesundes" Potenzial vor allem in Kombination mit körperlicher Inaktivität entfalten..." (Auszug aus dem erwähnten BAG Bericht)
Im Buch "LOGI Guide" [Lit6] finden Sie eine kurze Einführung zum Thema Kohlenhydrate, sowie eine Tabelle der Lebensmittel mit ihrem glykämischen Index.
Krank vom Essen?
Von Convenience Food, über Kohlenhydrate, die neue Ernährungspyramide nach LOGI (gemäss Erkenntnissen der Harvard Universität). Eine MDR Sendung aus dem Jahre 2003 (!) von Karin Haug.
Der ganze Film dauert 40 Minuten.
Hier finden Sie auch eine kurze Zusammenfassung von 10 Minuten.
